


„Ein Freund von mir trainiert bei euch und hat gesagt, ich soll einfach mal vorbeikommen.“
Für ein Fitnessstudio ist das wahrscheinlich einer der angenehmsten Sätze überhaupt.
Denn bevor du mit diesem Interessenten auch nur ein Wort gesprochen hast, ist bereits etwas passiert:
Vertrauen wurde übertragen.
Eine Person, die dein Studio kennt, hat es freiwillig empfohlen.
Und genau deshalb gehört Empfehlungsmarketing zu den interessantesten Möglichkeiten, neue Mitglieder zu gewinnen.
Das Problem ist nur:
Viele Studios überlassen Empfehlungen komplett dem Zufall.
Zufriedene Mitglieder empfehlen nicht automatisch
Man könnte denken:
Wenn unsere Mitglieder zufrieden sind, erzählen sie sowieso Freunden von uns.
Teilweise stimmt das.
Doch selbst sehr zufriedene Mitglieder denken nicht ständig darüber nach, wen sie als Nächstes für ihr Fitnessstudio begeistern könnten.
Im Alltag gibt es dafür häufig keinen konkreten Anlass.
Deshalb entstehen Empfehlungen meistens zufällig.
Jemand spricht mit einem Freund über Training.
Das Thema Fitness kommt auf.
Dann fällt der Name des Studios.
Das ist schön.
Aber nicht planbar.
Empfehlungsmarketing versucht deshalb nicht, Mitglieder künstlich zum Verkaufen zu bringen.
Es schafft lediglich passende Gelegenheiten.
Warum Empfehlungen so gut funktionieren können
Fitness ist persönlich.
Menschen fragen sich vor dem ersten Studiobesuch häufig:
Werde ich mich dort wohlfühlen?
Sind dort nur extrem trainierte Leute?
Sind die Trainer sympathisch?
Passt die Atmosphäre zu mir?
Eine klassische Anzeige kann diese Fragen nur begrenzt beantworten.
Ein guter Freund dagegen schon.
Wenn er sagt:
„Komm einfach mal mit, die Leute dort sind echt entspannt.“
ist bereits eine große Hürde gefallen.
Die Person kommt nicht mehr in ein völlig unbekanntes Fitnessstudio.
Sie kommt an einen Ort, den jemand aus ihrem Umfeld bereits positiv bewertet hat.
Der beste Moment für eine Empfehlung ist Zufriedenheit
Nicht jeder Zeitpunkt eignet sich gleich gut.
Wenn jemand gerade frustriert ist, seit Wochen nicht trainiert hat oder ein Problem mit seinem Trainingsplan hat, wäre eine Empfehlungsanfrage eher unpassend.
Ganz anders sieht es aus, wenn ein Mitglied gerade besonders zufrieden ist.
Vielleicht wurde ein Trainingsziel erreicht.
Vielleicht gab es positives Feedback.
Vielleicht trainiert jemand schon lange regelmäßig und fühlt sich sichtbar wohl.
Genau dort kann eine Empfehlung natürlich wirken.
Nicht:
„Bring uns jetzt einen neuen Kunden.“
Sondern eher:
„Kennst du jemanden, mit dem du gerne mal zusammen trainieren würdest?“
Der Unterschied liegt im Gefühl.
Mach das Empfehlen möglichst einfach
Selbst wenn ein Mitglied gerne jemanden einladen würde, sollte dieser Prozess unkompliziert sein.
Je mehr Schritte erforderlich sind, desto unwahrscheinlicher wird es.
Eine digitale Einladung kann hier deutlich angenehmer sein.
Das Mitglied gibt beispielsweise den Kontakt eines Freundes weiter oder verschickt direkt eine persönliche Einladung.
Der eingeladene Interessent bekommt anschließend eine klare Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen oder einen Termin zu vereinbaren.
So entsteht kein:
„Ich gebe dir irgendwann mal die Nummer von meinem Studio.“
Sondern ein konkreter nächster Schritt.
Empfehlungsmarketing braucht einen Prozess
Genau wie Lead Management funktioniert auch Empfehlungsmarketing besser, wenn klar ist, was nach einer Empfehlung passiert.
Nehmen wir an, ein Mitglied lädt einen Freund ein.
Was passiert anschließend?
Wird der neue Interessent direkt kontaktiert?
Kann er unkompliziert einen Termin vereinbaren?
Weiß dein Team, von welchem Mitglied die Empfehlung kam?
Kann nachvollzogen werden, ob daraus später tatsächlich ein Mitglied wurde?
Wenn all diese Informationen irgendwo zwischen WhatsApp, Zetteln und einzelnen Gesprächen landen, geht schnell die Übersicht verloren.
Deshalb lohnt sich ein zentraler Prozess.
Empfehlungen mit GymPilot nachvollziehbar machen
Mit GymPilot kann Empfehlungsmarketing digital organisiert werden.
Mitglieder können Einladungen verschicken, neue Interessenten gelangen in einen klaren Prozess und Empfehlungen können nachvollzogen werden.
Dadurch entsteht Transparenz.
Das Studio sieht nicht nur, dass irgendwo eine Empfehlung stattgefunden hat.
Es kann den Weg des neuen Leads weiter begleiten.
Genau das ist der entscheidende Unterschied zwischen:
„Unsere Mitglieder empfehlen uns manchmal weiter.“
und
„Wir haben einen funktionierenden Empfehlungsprozess.“
Ein Bonus kann funktionieren, muss aber nicht der Mittelpunkt sein
Viele Studios verbinden Empfehlungsmarketing direkt mit Gutscheinen, Gratis-Monaten oder Prämien.
Das kann sinnvoll sein.
Es ist aber nicht zwingend notwendig.
Eine Empfehlung hat häufig einen viel stärkeren Ursprung:
Das Mitglied ist zufrieden.
Es glaubt, dass das Studio auch zu einer anderen Person passen könnte.
Vielleicht möchte es sogar einfach gemeinsam mit einem Freund trainieren.
Deshalb sollte die Belohnung nicht wichtiger werden als die Empfehlung selbst.
Sonst entsteht schnell der Eindruck:
„Empfiehl irgendjemanden, damit du etwas bekommst.“
Besser ist ein System, das echte Zufriedenheit nutzt und das Empfehlen lediglich einfacher macht.
Dein Studio muss natürlich empfehlenswert sein
Kein Marketingprozess kann ein schlechtes Erlebnis dauerhaft ausgleichen.
Wenn Mitglieder sich nicht betreut fühlen, Trainer nie ansprechbar sind oder das Studio ständig Probleme verursacht, wird auch ein digitales Empfehlungssystem keine Wunder bewirken.
Empfehlungsmarketing beginnt deshalb nicht mit Technik.
Es beginnt mit der Erfahrung im Studio.
Guter Service.
Gute Betreuung.
Eine klare Positionierung.
Eine Atmosphäre, in der sich Menschen gerne aufhalten.
Erst wenn diese Grundlage stimmt, lohnt es sich, Empfehlungen systematisch zu fördern.
Auch Content kann Empfehlungen auslösen
Nicht jede Empfehlung muss über einen offiziellen Empfehlungsprozess entstehen.
Social Media kann ebenfalls helfen.
Wenn Mitglieder einen sympathischen Post aus deinem Studio teilen, ein Testimonial verschicken oder jemanden unter einem Reel markieren, entsteht ebenfalls Aufmerksamkeit im persönlichen Umfeld.
Genau deshalb spielen authentische Inhalte im Fitnessstudio Marketing eine wichtige Rolle.
Ein gutes Studio-Video zeigt nicht nur, welche Geräte vorhanden sind.
Es vermittelt Atmosphäre.
Es macht das Studio greifbarer.
Und es gibt Mitgliedern etwas, das sie problemlos weiterleiten können.
Empfehlungen und Fitnessstudio Werbung schließen sich nicht aus
Empfehlungsmarketing ist kein Ersatz für bezahlte Fitnessstudio Werbung.
Beide Kanäle erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Werbung hilft dir dabei, Menschen zu erreichen, die bisher möglicherweise noch keinen Kontakt zu deinem Studio hatten.
Empfehlungen nutzen das Netzwerk deiner bestehenden Mitglieder und bringen zusätzliches Vertrauen mit.
Ein modernes Fitnessstudio Marketing sollte deshalb nicht auf einen einzigen Kanal setzen.
Je mehr sinnvolle Wege Interessenten zu deinem Studio führen, desto stabiler wird die Neukundengewinnung.
Aus einem Mitglied können neue Kontakte entstehen
Das Spannende an Empfehlungsmarketing ist der Multiplikatoreffekt.
Ein Mensch wird durch deine Werbung auf das Studio aufmerksam.
Aus diesem Lead wird ein Mitglied.
Das Mitglied ist zufrieden.
Später empfiehlt es das Studio einem Freund.
Aus dem Freund wird möglicherweise ebenfalls ein Mitglied.
Und vielleicht empfiehlt auch diese Person das Studio irgendwann weiter.
Genau deshalb sollte der Weg eines Leads nicht ausschließlich bis zum Vertragsabschluss betrachtet werden.
Ein zufriedenes Mitglied kann selbst wieder zum Ausgangspunkt für neue Mitglieder werden.
Empfehlungen sollten kein Zufallsprodukt bleiben
Die beste Empfehlung fühlt sich nicht wie Werbung an.
Sie fühlt sich an wie ein guter Tipp von jemandem, dem man vertraut.
Genau darin liegt ihre Stärke.
Fitnessstudios müssen daraus keinen aggressiven Verkaufsprozess machen.
Aber sie können dafür sorgen, dass zufriedene Mitglieder einen einfachen Weg haben, Freunde einzuladen.
Dass Empfehlungen nicht verloren gehen.
Dass neue Interessenten schnell abgeholt werden.
Und dass nachvollziehbar ist, was aus diesen Kontakten geworden ist.
So wird aus zufälliger Mundpropaganda ein echter Bestandteil der Mitgliedergewinnung.
Adam (Dipl.-Ing. Informationstechnik) ist seit 1997 in diversen Positionen in der IT- und in der Fitnessbranche tätig. Sein Know-how und seine Expertise im Bereich Studioführung, Sales und Marketing helfen den MemberBoost-Kunden, ihre Ziele zu erreichen.
Berufliche Stationen:
- Dipl.-Ing. Informationstechnik
- Experte für Strategie und Vertrieb
- Seit 2014 Inhaber, CrossFit® Wuppertal
- Seit über 20 Jahren in der Fitnessbranche tätig

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